Computer – Aufrüsten & Fehleranalyse

Grundsätzliches

Ein Computer ist ein technisch hochkomplexes Gerät, das über viele verschiedene Komponenten verfügt. Wie bei jeder Maschine, bedarf auch der Computer einer regelmäßigen Wartung. Einzelne Bauteile können mit der Zeit veralten und gerade Bestandteile des Kühlsystems sollten sauber und staubfrei gehalten werden. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über die verbauten Komponenten eines Computers und zeigt gängige Möglichkeiten des Aufrüsten und Austausch von einzelner Komponenten sowie die Grenzen einer Reparatur.

Gehäuse

Es gibt unzählige verschiedene Computergehäuse, welche alle das Innenleben des Computers schützen. Wenn man das Gehäuse des eigentlichen Rechners öffnet, sieht man, dass ein Computer aus vielen verschiedenen Komponenten besteht. Bitte beachten Sie bei allen Umbauten, immer den Computer komplett vom Strom zu trennen und den Stromstecker abzuziehen. So lassen sich eventuelle Kurzschlüsse vermeiden.

Mainboard / Hauptplatine

Die Hauptplatine (auch Motherboard oder Mainboard) dient dazu, alle Teile innerhalb des Gehäuses zu verbinden und bildet die Grundlage eines jeden PC. Es ist fest mit der Gehäusewand verschraubt und dient zur Aufnahme des Hauptprozessors (CPU), des Arbeitsspeichers (RAM), sowie eventueller Grafik-, Sound- oder Erweiterungskarten. Des Weiteren finden sich dort Anschlüsse für Laufwerke wie z.B. für CD und DVD, die Festplatten, Lüftung und Beleuchtung. Zusätzlich stellt die Hauptplatine alle Anschlüsse für die Geräte außerhalb des Gehäuses.

Reparatur Mainboard

Ein defektes Mainboard macht sich meist über verschiedene piepsende Töne bemerkbar. Die Lämpchen am PC leuchten, die Lüfter laufen, jedoch passiert sonst nichts. Sobald Ihr PC mit diversen unbekannten Tönen startet, können Sie mit einem Hardwaredefekt rechnen. Je nach verwendeter BIOS Version sind diese Töne unterschiedlichen Fehlern zugeordnet. Hier hilft nur eine eingehende Recherche beim Hersteller. Bei den meisten Fehlern kann man aber leider nichts weiter tun, als das Mainboard auszutauschen. Die Fehlersuche und Reparatur wäre hier zu aufwändig und teuer und steht preislich mit einer Neuanschaffung in keinem Verhältnis.

Der Hauptprozessor (CPU)

Der Hauptprozessor oder auch CPU (Central Processing Unit) wird die eigentliche Rechenleistung vollbracht. Die Abläufe im Computer werden durch den Prozessor in kleine Operationen unterteilt, die in einem zeitgleichen Takt ablaufen. Als Taktfrequenz wird die Anzahl der Taktimpulse pro Sekunde bezeichnet und heute im Gigahertz-Bereich gemessen. Neben der Taktfrequenz sind des Weiteren der Prozessor-Cache (Pufferspeicher), und der Takt des Frontside-Bus für die Geschwindigkeit des Prozessors ausschlaggebend. Prozessoren werden heute hauptsächlich von der Firma Intel und der Firma AMD gebaut und vertrieben.

CPU – Fehler erkennen und beheben

Da der Prozessor sehr viel Wärme abgibt, wird direkt über Ihm ein Kühler angebracht. Sollte sich Ihr PC nach einer gewissen Zeit, oder bei starker Leistung Beanspruchung einfach abschalten, könnte dies ein Hinweis auf Überhitzung sein. Um Schäden am Prozessor zu vermeiden, schaltet dieser bei der Überschreitung einer bestimmten Temperatur ab. Hilfreich sind hier die Überprüfung, Reparatur oder ein Austausch der CPU Lüfter und Gehäuselüfter. Gegebenenfalls reicht hier auch eine Befreiung von Staub und Schmutz und das Auftragen neuer Wärmeleitpaste, um eine ausreichende Kühlung sicherzustellen. Auch die Entfernung zu einer Wand oder Heizung, sowie der Untergrund, auf dem der PC steht, können die Kühlung des Gerätes beeinflussen.

Der Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher (kurz RAM = Random Access Memory) wird in verschiedenen Steckplätzen auf der Hauptplatine untergebracht und enthält die Daten der laufenden Programme und Anwendungen auf einem Computer. Wenn Sie ein Programm starten, wird dieses in den Arbeitsspeicher geladen und kann somit schnell ausgeführt werden. Je mehr Arbeitsspeicher Ihr Computer zur Verfügung steht, desto schneller und flüssiger kann dieser arbeiten. Der Arbeitsspeicher ist im Gegensatz zur Festplatte ein temporärer Speicher, d.h. nach dem Ausschalten des PC werden die Daten im Arbeitsspeicher wieder gelöscht. Deswegen müssen Dateien, die erhalten bleiben, aus dem Arbeitsspeicher auf die Festplatte kopiert werden bzw. gesichert werden.

Arbeitsspeicher (RAM) – Aufrüsten & erweitern

Mit der Erweiterung des Arbeitsspeichers können Sie die Leistung Ihres Computers einfach und kostengünstig steigern. Für die Aufrüstung schauen Sie am Besten im Handbuch Ihres Mainboards bzw. auf der Internetseite des Herstellers nach den passenden Modulen. Wenn Sie zusätzlichen Arbeitsspeicher auf freien Steckplätzen hinzufügen möchten, prüfen Sie am besten, welcher bereits verbaut ist, und besorgen sich genau diesen. Damit können Sie Kompatibilitätsprobleme vermeiden. Neue Module werden dann auf die freien Steckplätze am Mainboard eingesteckt und automatisch vom PC erkannt. Den Arbeitsspeicher am Besten nur an der Längsseite anfassen, nicht direkt die Kontaktpins berühren! Beim Einsetzen des Arbeitsspeichers öffnen Sie zunächst die Verriegelung an der gewünschten Speicherbank, indem Sie diese zur Seite drücken. Den Arbeitsspeicher positionieren Sie dann so über der Speicherbank, dass die Einkerbung an der Unterseite genau passt. Der Arbeitsspeicher kann nur in eine Richtung eingesetzt werden! Beim Festdrücken rasten die Verriegelungen an den Seiten automatisch ein.

Die Festplatte (HDD, SSD, M2)

Auf der Festplatte (HDD= Harddisk) werden Daten dauerhaft gespeichert. Zum Beispiel befindet sich dort das Betriebsprogramm (Betriebssystem) des Computers (wie z.B. Windows oder Linux), die verschiedenen Anwendungsprogramme sowie von Ihnen abgespeicherte Daten wie Texte, Briefe, Musikstücke, Videos & Bilder etc. Bei herkömmlichen HDD werden die Daten per motorisiertem Schreibkopf auf rotierenden Magnetplatten gespeichert. Bei SSD Solid State Drives werden die zu speichernden Daten auf Flash-Speicher-Chips ähnlich denen eines USB-Sticks geschrieben. SSDs sind nahezu unempfindlich gegenüber Erschütterungen und erreichen weitaus höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten als HDDs. Die Geschwindigkeit einer HDD lässt sich über Cache, Umdrehungszahl und Zugriffszeit messen.

Festplatte einbauen – Speicherplatz erweitern

Der Einbau einer neuen Festplatte ist kein großes Problem. Nach dem Auspacken bauen Sie die Festplatte in den Festplattenkäfig des Gehäuses ein. Diese wird auf jeder Seite mit zwei Schrauben fixiert. Haben Sie mehrere Festplatten verbaut, sollten Sie auf eine optimale Luftzirkulation achten. Hier kann ein passender Gehäuselüfter, vor dem Einschubschacht, die Festplatten mit kühler Luft versorgen. Moderne SSD Festplatten werden mit SATA Anschluss vertrieben. Hier brauchen Sie für den Anschluss zusätzlich ein SATA Datenkabel. Das Aufstecken der Kabel ist nur in eine Richtung möglich! Die meisten Netzteile haben heute für die Stromversorgung SATA Stromanschlüsse integriert, ältere Netzteile können per Adapter die jeweilige SATA Festplatte mit Strom versorgen. Neuere

Bei der Aufrüstung sollten Sie beachten, dass eine neue Festplatte in der Regel schneller ist als die Alte. Während alte HDD Festplatten mit etwa 50 MB pro Sekunde verarbeiten, sind es bei einer SSD Festplatte mit ca. 500 MB schon zehnmal soviel Daten, neue M2 NVME SSD Festplatten schaffen schon Werte jenseits von 3000 MB pro Sekunde. Es lohnt daher, das Betriebssystem auf der neuen Festplatte zu installieren und ältere langsame Festplatten als Datenspeicher zu verwenden. 

Ist die Festplatte im Gehäuse eingebaut und verkabelt, wird diese beim nächsten Rechnerstart meist automatisch erkannt. Auch Windows sollte den benötigten Festplatten-Treiber automatisch installieren. Kontrollieren Sie in der Systemsteuerung im Gerätemanager, ob die Festplatte erkannt wurde. Wird hier ein gelbes Ausrufezeichen angezeigt, muss der jeweilige Treiber manuell installiert werden.

Festplatte partitionieren & Partitionen erstellen

Sollten Sie zur bestehenden Festplatte eine weitere eingebaut haben, müssen Sie diese für die Verwendung zunächst partitionieren. Dies geschieht über die Datenträgerverwaltung. Hier können Sie Partitionen erstellen, deren Größen festlegen, Laufwerksbuchstaben zuordnen und die Festplatte formatieren. Eine Festplatte kann in mehrere sog. Partitionen unterteilt werden, welche den gesamten Festplattenspeicherplatz in mehrere unabhängige Bereiche unterteilen. Auf Partition System (C:) befindet sich das Betriebssystem, nebst installierten Programme und Daten des Benutzers. Auf einer weiteren Partition kann dann z.B. eine Sicherung der Systempartition erstellt oder beliebige Daten abgelegt werden. Wird die Systempartition beschädigt, bleiben die übrigen Daten davon unberührt, bzw. können über die Sicherung repariert werden. Prinzipiell sollten Sie jedoch Ihre Daten regelmäßig auf externen Speichermedien wie CD, DVD, USB-Stick, externen Festplatten oder einem Online-Speicher sichern.

Nachdem Sie die Festplatte partitioniert haben, wird diese entsprechend im Arbeitsplatz dargestellt.

Festplatten Tuning – Die Festplatte schneller machen

Gerade neue Festplatten können nicht unbedingt Ihre volle Leistung abrufen. Oft halten die Hersteller neue Firmware Upgrades bereit. Generell ist es ratsam, nach dem Kauf die Firmware Version einer Festplatte zu überprüfen und ggf. die neueste Version zu installieren.

Regelmäßige Defragmentierung bringt einen schnelleren Zugriff auf Ihre Daten. Gerade wenn Sie viele Daten verarbeiten, löschen und verschieben, werden Sie eine deutliche Verbesserung der Zugriffszeiten bemerken. SSD-Festplatten dürfen übrigens nicht defragmentiert werden. Hier würde durch das Defragmentieren die Lebensdauer verkürzt werden. Windows erkennt dies automatisch und führt hier eine Optimierung der Festplatte durch. 

Defekte Festplatte erkennen & vorbeugen

Defekte Festplatten und Ausfälle gehören zu den regelmäßig anfallenden Problemen. Leider werden Sie vom Computer nicht darauf hingewiesen, dass die Festplatte einen Defekt hat. Bemerkbar kann sich dies z.B. über einen sehr langsamen Zugriff auf Ihre Daten machen oder durch merkwürdige Geräusche wie ein regelmäßiges Klacken. In diesem Fall sollten Sie sehr schnell Ihre Daten auf einem externen Medium sichern. Des Weiteren gibt es sogenannte Festplatten Prüftools, welche den Zustand der Festplatte sehr genau wiedergeben können. Fast alle Festplattenhersteller bieten hier eigens entwickelte Prüftools an, welche allerdings nicht einfach zu lesen sind. Sie orientieren sich an sogenannten SMART Werten.

Die Grafikkarte

Die Grafikkarte ist für die Darstellung von Bildern, Texten, Filmen und Spielen zuständig. Je nachdem, was Sie genau mit dem PC machen wollen, gibt es hier verschiedene Modelle. Ein Computer, der vor allem für Büroprogramme, das Surfen im Internet und ähnliches gebraucht wird, benötigt keine leistungsstarke Grafikkarte. In diesem Fall reicht eine sogenannte Onboard-Grafikkarte, direkt auf der Hauptplatine. Für rechenintensive 3D Spiele, hochauflösende Grafiken im HD Format und Videobearbeitung sollte dagegen aber in eine leistungsstarke Grafikkarte investiert werden.

Grafikkarte – Austausch, Ein- & Ausbau

Eine Grafikkarte ein- oder auszubauen ist nicht besonders schwer. Allerdings sollten Sie vor dem Einbau der neuen Karte den Grafiktreiber der alten Karte deinstallieren. Nach dem Neustart des Rechners sollten Sie im Anschluss den neuen Grafiktreiber installieren. Wenn der PC nach dem Einbau nur noch piepst und der Bildschirm schwarz bleibt, ist die Grafikkarte eventuell defekt oder falsch eingebaut. Auch ist es möglich, dass sie zuvor die Onboard Grafik manuell im Bios ausschalten müssen. Aktuelle Grafikkarten brauchen eine Menge Energie, wenn Sie ein zu schwaches Netzteil im Rechner verbaut haben, kann es zu Abstürzen des Rechners kommen. Mit dem Netzteil Rechner von bequiet können Sie genau bestimmen, welches Netzteil für einen optimalen Betrieb des Computers benötigt wird.

Das Netzteil

Das Netzteil dient der Stromversorgung des Computers. Die Hauptplatine, die Festplatte, einige Grafikkarten und Laufwerke werden direkt mit dem Netzteil verbunden. Es soll Ihren Computer lang, kraftvoll, störungsfrei und leise mit Strom versorgen. Hier sollten Sie keinesfalls zu einem billigen No-Name-Teil greifen, sondern gut verarbeitete Markenware verbauen.

Netzteil – Reparatur & Austausch

Normalerweise funktioniert ein gutes Netzteil problemlos mehrere Jahre. Trotzdem, wenn der Computer gar nicht mehr startet, liegt oft ein Defekt des Netzteils vor. Auch starke Hitzeentwicklung im Computer kann auf ein defektes Netzteil, bzw. einen defekten Netzteil Lüfter hinweisen. Eine Reparatur des Netzteils macht jedoch wenig Sinn. Hier empfiehlt sich der komplette Austausch.

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